
Der Menhir de Saint-Uzec steht bei Pleumeur-Bodou an der Côte de Granit Rose in der Bretagne und zählt zu den ungewöhnlichsten Menhiren Frankreichs.
Der etwa sieben bis acht Meter hohe Granitblock stammt aus der Jungsteinzeit und wurde vermutlich zwischen 5000 und 2000 v. Chr. aufgerichtet.
Besonders bemerkenswert ist, dass der ursprünglich heidnische Kultstein im Jahr 1674 christianisiert wurde: Der Jesuit Julien Maunoir ließ den Menhir mit einer Kreuzigungsdarstellung versehen, eine steinerne Kreuzspitze aufsetzen und zahlreiche Reliefs der Passion Christi einarbeiten. Dadurch entstand eine seltene Mischung aus prähistorischem Monument und christlichem Kalvarienberg.

Auf der Vorderseite erkennt man noch heute Symbole wie Hammer, Nägel, Leiter, Lanzen und andere sogenannte Arma Christi. Früher waren die Reliefs sogar farbig bemalt; die Farben sind inzwischen fast vollständig verschwunden. Der Menhir ist außerdem als historisches Monument klassifiziert.




Maximale Höhe: 54 m
Minimale Höhe: 31 m
Gesamtanstieg: 86 m
Gesamtabstieg: -83 m
Abstecher zur Chapelle de Saint-Uzec.
Diese ist eine kleine, historische Kapelle nahe der Ortschaft Pleumeur-Bodou.

Sie stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und ist ein typisches Beispiel bretonischer religiöser Architektur.
Die Kapelle ist eher schlicht gestaltet, mit einem rechteckigen Grundriss und einem kleinen Glockenturm.

