Dinan

Dinan ist eine der atmosphärischsten mittelalterlichen Städte der Bretagne, gelegen im Département Côtes-d’Armor oberhalb des Flusses Rance. Der Ort wirkt wie eine kleine Zeitreise: Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser, Granitfassaden, enge Gassen und eine fast vollständig erhaltene Stadtbefestigung prägen das Bild.

Besonders sehenswert ist die Altstadt innerhalb der Stadtmauern, die zu den größten und ältesten Befestigungen der Bretagne zählen. Vom historischen Zentrum führt die steile Rue du Jerzual hinunter zum Hafen an der Rance, früher ein wichtiger Handelsweg und heute ein lebendiger Bereich mit Restaurants, Spazierwegen und Booten.

Temple du Mars

Der Temple du Mars bei Corseul ist ein eindrucksvoller gallo-römischer Tempelrest am Ort Haut-Bécherel, etwa 1,7 km vom Ortszentrum Corseul entfernt. Corseul war in der Antike die Hauptstadt der Coriosolites, eines gallischen Stammes, und der Tempel zeigt, wie bedeutend dieser Ort in römischer Zeit war.

Es handelt sich nicht um einen klassischen römischen Tempel wie in Italien, sondern um einen romano-keltischen Wallfahrtstempel. Im Zentrum stand die cella, der heilige Innenraum, ursprünglich wohl mit einer Götterstatue. Diese cella war achteckig und ist heute noch als hoher Mauerrest sichtbar. Der erhaltene Teil ragt rund 10,60 m auf und gilt als einer der höchsten römischen Mauerreste der Bretagne; ursprünglich soll die Anlage etwa 22,50 m hoch gewesen sein.

Die gesamte Kultstätte war sehr groß: Der Fanum-Komplex nahm ungefähr 90 × 80 m ein, mit einem heiligen Hof und Galerien beziehungsweise Portiken an mehreren Seiten. Der Bau wird je nach Quelle in die Mitte des 1. Jahrhunderts oder zwischen spätes 1. und frühes 2. Jahrhundert n. Chr. datiert und blieb wohl bis zum Ende des 3. Jahrhunderts in Gebrauch.

Die Kurz-Wanderung

Gesamtstrecke: 2854 m
Maximale Höhe: 112 m
Minimale Höhe: 62 m
Gesamtanstieg: 85 m
Gesamtabstieg: -85 m
Download file: templedumars.gpx_.gpx

Phare du Cap Fréhel

Nördlich des Phare du Cap Fréhel folgt der Küstenwanderweg dem historischen Zöllnerpfad GR 34 direkt an der Kante der Steilküste.

Entlang des schmalen Pfads läufst du durch windgebeugte Heide und Ginster mit fast ununterbrochenem Meerblick.

Die hohen Klippen bieten eindrucksvolle Tiefblicke auf Brandung und Felsen, dazwischen liegen kleine, teils abgelegene Buchten.

Das Profil ist eher sanft wellig als wirklich anstrengend, aber der teils felsige Untergrund verlangt feste Schuhe.

Insgesamt ist es ein aussichtsreicher, wilder Abschnitt des Zöllnerpfads, bei dem der Landschaftsgenuss klar im Vordergrund steht.

Das ist sehr wahrscheinlich ein kleiner deutscher Bunker‑Sockel aus dem Zweiten Weltkrieg, ein sogenannter Ringstand/Tobruk, auf dem früher entweder eine leichte Flak, ein Beobachtungsturm oder ein Radargerät montiert war.

Die achteckige, massiv betonierte Form mit Öffnung nach oben entspricht den typischen „Ringständen“, wie sie am Atlantikwall überall in der Bretagne gebaut wurden.

Die Lage direkt am Cap Fréhel mit Blick auf Leuchtturm und Küste passt zu der dort dokumentierten deutschen Radar‑ und Flakstellung „La 318 Frosch“ sowie weiteren Stützpunkten aus den Jahren 1942–44.

Château du Guildo

Château du Guildo liegt auf einem Felsvorsprung über der Bucht des Arguenon und wirkt schon durch seine Lage sehr eindrucksvoll.

Die Ruine erzählt fast zehn Jahrhunderte Geschichte und steht unter Denkmalschutz. Ihre Ursprünge reichen ins 11. Jahrhundert zurück, als hier die ersten Anlagen entstanden. Im 13. Jahrhundert wurde daraus eine steinerne Burg, die ihre wehrhafte Rolle weiter ausbaute.

Besonders spannend ist die Blütezeit im 15. Jahrhundert unter Françoise de Dinan, als der Ort zu einem herrschaftlichen Wohnsitz umgestaltet wurde. Damals kamen auch repräsentative Elemente wie große Säle und Treppentürme hinzu.

Heute verbindet die Anlage mittelalterliche Architektur mit einer sehr schönen Küstenlandschaft. Das Gelände ist zugleich ein Natura-2000-Gebiet mit Wäldern, Dünen, Salzwiesen und Wattflächen. Dort leben und ruhen viele Tierarten, darunter Zugvögel, Fledermäuse und sogar Robben.

Gerade diese Mischung aus Geschichte, Ruine und Natur macht Château du Guildo zu einem der eindrucksvollsten Orte an der bretonischen Küste.

Nach der Burgbesichtigung ging es zum nahegelegenen Strand.

Der kleine Naturstrand direkt unterhalb der Burgruine am Arguenon ist schmal, sandig‑steinig und wirkt sehr ruhig und abgeschieden, vor allem bei Ebbe mit viel Schlick und Felsen.

Ob das wohl echt ist 😉:

Ein Regentag…

Das heutige Wetter (05.05.2025) in Pléboulle ist ziemlich ungemütlich:

  • 🌧️ Den ganzen Tag Regen – teils anhaltend, teils als Schauer
  • 🌡️ Temperaturen um 11–12 °C, gefühlt ähnlich kühl
  • 💨 Mäßiger bis frischer Wind, mit Böen bis etwa 30–40 km/h
  • ☁️ Dichte Wolken, kaum Sonne

Schon am Morgen beginnt es mit Regen, und auch am Nachmittag und Abend bleibt es nass und grau. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt sehr hoch (bis ~90–100 %), sodass man praktisch durchgehend mit Niederschlag rechnen musst.

Screenshot