Phare du Cap Fréhel

Nördlich des Phare du Cap Fréhel folgt der Küstenwanderweg dem historischen Zöllnerpfad GR 34 direkt an der Kante der Steilküste.

Entlang des schmalen Pfads läufst du durch windgebeugte Heide und Ginster mit fast ununterbrochenem Meerblick.

Die hohen Klippen bieten eindrucksvolle Tiefblicke auf Brandung und Felsen, dazwischen liegen kleine, teils abgelegene Buchten.

Das Profil ist eher sanft wellig als wirklich anstrengend, aber der teils felsige Untergrund verlangt feste Schuhe.

Insgesamt ist es ein aussichtsreicher, wilder Abschnitt des Zöllnerpfads, bei dem der Landschaftsgenuss klar im Vordergrund steht.

Das ist sehr wahrscheinlich ein kleiner deutscher Bunker‑Sockel aus dem Zweiten Weltkrieg, ein sogenannter Ringstand/Tobruk, auf dem früher entweder eine leichte Flak, ein Beobachtungsturm oder ein Radargerät montiert war.

Die achteckige, massiv betonierte Form mit Öffnung nach oben entspricht den typischen „Ringständen“, wie sie am Atlantikwall überall in der Bretagne gebaut wurden.

Die Lage direkt am Cap Fréhel mit Blick auf Leuchtturm und Küste passt zu der dort dokumentierten deutschen Radar‑ und Flakstellung „La 318 Frosch“ sowie weiteren Stützpunkten aus den Jahren 1942–44.

Château du Guildo

Château du Guildo liegt auf einem Felsvorsprung über der Bucht des Arguenon und wirkt schon durch seine Lage sehr eindrucksvoll.

Die Ruine erzählt fast zehn Jahrhunderte Geschichte und steht unter Denkmalschutz. Ihre Ursprünge reichen ins 11. Jahrhundert zurück, als hier die ersten Anlagen entstanden. Im 13. Jahrhundert wurde daraus eine steinerne Burg, die ihre wehrhafte Rolle weiter ausbaute.

Besonders spannend ist die Blütezeit im 15. Jahrhundert unter Françoise de Dinan, als der Ort zu einem herrschaftlichen Wohnsitz umgestaltet wurde. Damals kamen auch repräsentative Elemente wie große Säle und Treppentürme hinzu.

Heute verbindet die Anlage mittelalterliche Architektur mit einer sehr schönen Küstenlandschaft. Das Gelände ist zugleich ein Natura-2000-Gebiet mit Wäldern, Dünen, Salzwiesen und Wattflächen. Dort leben und ruhen viele Tierarten, darunter Zugvögel, Fledermäuse und sogar Robben.

Gerade diese Mischung aus Geschichte, Ruine und Natur macht Château du Guildo zu einem der eindrucksvollsten Orte an der bretonischen Küste.

Nach der Burgbesichtigung ging es zum nahegelegenen Strand.

Der kleine Naturstrand direkt unterhalb der Burgruine am Arguenon ist schmal, sandig‑steinig und wirkt sehr ruhig und abgeschieden, vor allem bei Ebbe mit viel Schlick und Felsen.

Ob das wohl echt ist 😉:

Ein Regentag…

Das heutige Wetter (05.05.2025) in Pléboulle ist ziemlich ungemütlich:

  • 🌧️ Den ganzen Tag Regen – teils anhaltend, teils als Schauer
  • 🌡️ Temperaturen um 11–12 °C, gefühlt ähnlich kühl
  • 💨 Mäßiger bis frischer Wind, mit Böen bis etwa 30–40 km/h
  • ☁️ Dichte Wolken, kaum Sonne

Schon am Morgen beginnt es mit Regen, und auch am Nachmittag und Abend bleibt es nass und grau. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt sehr hoch (bis ~90–100 %), sodass man praktisch durchgehend mit Niederschlag rechnen musst.

Screenshot

Fort la Latte & Cap Fréhel

Heute Vormittag haben wir das Fort la Latte, dem Château de La Roche Goyon, besucht, das eindrucksvoll auf einer Felszunge über dem Meer liegt.

Von dort führte uns der Weg entlang steiler Klippen und durch offene Heidelandschaft, stets begleitet vom Wind und dem Rauschen der Wellen.

Unterwegs genossen wir die weiten Ausblicke auf das Meer und die wilde Natur. Schließlich erreichten wir den Leuchtturm von Cap Fréhel, der markant über der Küste steht.

Insgesamt war es ein beeindruckender und abwechslungsreicher Weg mit viel Natur und Geschichte.

Die Wanderung

Die Wanderung startet am 04.05.2026 um 11:09 und führt dich auf eine rund 9,3 km lange Strecke, für die du insgesamt etwa 3:01 Stunden unterwegs bist. Dabei sammelst du ungefähr 235 Höhenmeter im Aufstieg und fast genauso viel im Abstieg. Der tiefste Punkt der Tour liegt bei etwa 33 m, der höchste bei rund 79 m.

Unterwegs geht es immer wieder leicht auf und ab, ohne dass es extrem alpin wird. Die steilsten Anstiege liegen ungefähr bei 13 %, während die kräftigsten Abstiege kurzzeitig bis etwa 21 % Gefälle erreichen – das merkt man vor allem auf den etwas kürzeren, knackigeren Passagen zwischendurch.

Insgesamt ist die Route angenehm abwechslungsreich und gut machbar, mit einem stetigen Wechsel aus sanften Anstiegen und entspannten Abschnitten.

Landschaft & Highlights:

Die Strecke führt dich durch eine typisch küstennahe Landschaft mit weiten Ausblicken, offenen Flächen und immer wieder schönen Blicken aufs Meer. Klippen, grüne Wiesen und vielleicht auch ein paar kleine Buchten sorgen für Abwechslung. Besonders reizvoll sind die Abschnitte direkt an der Küste, wo du die frische Luft und das Panorama richtig genießen kannst.

Gesamtstrecke: 9293 m
Maximale Höhe: 78 m
Minimale Höhe: 33 m
Gesamtanstieg: 235 m
Gesamtabstieg: -235 m
Download file: Plevenon.gpx

Pléboulle

Wir sind heute, gegen 15:45 Uhr an unserem ersten Ziel, in Pléboulle, angekommen.

Der Campingplatz „Le Frêche à l’Âne“ ist ein kleiner, sehr ruhiger und naturnaher Platz am Ortsrand von Pléboulle. Er liegt im Grünen mit Blick über Felder und Hügel, das Meer ist aber trotzdem in wenigen Minuten erreichbar. Die Stellplätze sind von Bäumen und Hecken eingerahmt, sodass der Platz gemütlich und nicht überlaufen wirkt

Pléboulle ist ein kleines bretonisches Dorf im Norden Frankreichs, das ruhig und ländlich zwischen Feldern, Wiesen und Heckenlandschaften liegt. Die Atmosphäre ist sehr bodenständig und authentisch, mit wenigen Straßen, alten Höfen und viel freiem Blick über die leicht hügelige Landschaft. Das Dorfzentrum wirkt eher bescheiden: eine Kirche, einige Wohnhäuser, verstreute Bauernhöfe und nur wenige, sehr einfache Dienstleistungen. Typisch sind die grauen Granitsteinhäuser, die niedrigen Mauern und die oft windgebeugten Bäume, die an die Nähe zum Meer erinnern. Insgesamt vermittelt der Ort das Gefühl, eher in einem bretonischen Hinterland als in einem touristischen Hotspot gelandet zu sein.

Trotz der ruhigen Lage ist die Küste von Pléboulle aus schnell erreichbar, und man merkt dem Ort an, dass das Meer nie wirklich weit weg ist. In der Umgebung öffnen sich immer wieder Ausblicke Richtung Bucht von Fresnaye und die Küstenlinie der Côtes-d’Armor.

Die Felder wechseln sich mit kleinen Wäldchen und Hecken ab, sodass ein typisches „Bocage“-Muster entsteht, wie es für die Bretagne charakteristisch ist.

Viele kleine Straßen und Wirtschaftswege eignen sich gut für Spaziergänge oder Fahrradtouren direkt von der Unterkunft weg. Je näher man Richtung Küste kommt, desto stärker spürt man Wind, Salzluft und das weite, offene Licht des Ärmelkanals.