Wollseifen in der Eifel

Wollseifen war ein kleines Eifeldorf auf der Dreiborner Hochfläche und wurde vermutlich im 12. Jahrhundert gegründet. Die Bewohner lebten vor allem von Landwirtschaft und Viehzucht.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Wollseifen zu einem typischen Eifeldorf mit Bauernhöfen, einer Schule und einer Kirche. Das Dorf gehörte lange zum Herzogtum Jülich.

Die Pfarrkirche St. Rochus wurde im 18. Jahrhundert errichtet und war das religiöse und gesellschaftliche Zentrum des Ortes.

Während des Zweiten Weltkriegs blieb Wollseifen zunächst weitgehend erhalten. Gegen Kriegsende kam es jedoch in der Umgebung zu schweren Kämpfen im Zuge der Ardennenoffensive.

Im Jahr 1946 beschlagnahmten die britischen Besatzungsbehörden das gesamte Dorf, um einen Truppenübungsplatz einzurichten. Die rund 500 Einwohner mussten ihre Heimat innerhalb weniger Wochen verlassen.

Den Bewohnern wurde zunächst versprochen, nach einigen Jahren zurückkehren zu können. Dieses Versprechen wurde jedoch nie eingelöst.

In den folgenden Jahrzehnten nutzten britische und später belgische Streitkräfte das Gelände für militärische Übungen. Viele Häuser wurden dabei beschädigt oder gezielt abgerissen.

Die Kirche St. Rochus blieb als markantes Bauwerk erhalten. Sie wurde später gesichert und erinnert heute an das verschwundene Dorf.

Nach dem Ende der militärischen Nutzung wurde das Gebiet Teil des Nationalparks Eifel. Besucher können heute die ehemaligen Straßen und Gebäudefundamente erkunden.

Wollseifen gilt heute als Mahnmal gegen Vertreibung und Krieg. Informationstafeln, Führungen und die erhaltenen Ruinen bewahren die Erinnerung an das einst lebendige Dorf und seine Geschichte.

Umbrien 2024 Tag 26: Grotte Cascata Varone & Canale und Lago di Tenno

Die Grotte Cascata Varone befindet sich in der Nähe von Riva del Garda im Trentino, Italien. Sie ist bekannt für ihren spektakulären Wasserfall, der in eine tiefe, schmale Schlucht stürzt und über Tausende von Jahren die Höhle geformt hat. Grund genug für uns, da mal vorbeizuschauen. Dort angekommen sind wir überrascht, dass es dort trotz Vorsaison und Wochentag recht gut besucht ist. Gut, dass wir die Regenjacken mithaben, denn in der Höhle gibt es jede Menge Gischt vom Wasserfall. Es ist ein beeindruckendes Getöse dort. Anschließend fahren wir noch in eines der schönsten Dörfer Italiens „Canale di Tenno“. Hier ist nicht viel los und wir können in aller Ruhe durchschlendern und Fotos machen. Drittes Ziel für heute ist der „Lago di Tenno“, ein wunderschöner türkisblauer See, der in nur 10 Minuten Fußweg vom Dorf zu erreichen ist. Dort gibt es einen kleinen Kiosk, der uns mit kubanischen Klängen von „Buena Vista Social Club“ und seiner tollen Aussicht auf den See anlockt.

Umbrien 2024 Tag 22: Perugia

Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien in Italien und bekannt für ihre reiche Geschichte und Kultur. Die Stadt liegt malerisch auf einem Hügel und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Altstadt, mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden, zeugt von einer langen Geschichte, die bis in die etruskische Zeit zurückreicht.

Eine der modernen Attraktionen der Stadt ist die Mini-Metro, ein automatisiertes, fahrerloses Transportsystem. Die Mini-Metro wurde 2008 eröffnet und verbindet die Altstadt mit den tiefer gelegenen Stadtteilen und wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie besteht aus einer einzigen Linie mit sieben Stationen und erstreckt sich über eine Länge von etwa 4 Kilometern.

Die Wagen der Mini-Metro fahren in kurzen Intervallen und bieten eine schnelle und umweltfreundliche Möglichkeit, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. Das System ist besonders bei Pendlern und Touristen beliebt, da es den Zugang zu zentralen Sehenswürdigkeiten wie dem Rocca Paolina und der Piazza IV Novembre erleichtert. Darüber hinaus entlastet die Mini-Metro den städtischen Verkehr und trägt zur Reduzierung von Umweltbelastungen bei.

Perugia ist auch berühmt für seine Universitäten, darunter die Universität für Ausländer, die Studenten aus der ganzen Welt anzieht. Die Stadt kombiniert somit gekonnt ihre historische Atmosphäre mit modernen Annehmlichkeiten und ist ein lebendiges Zentrum des Wissens und der Kultur.

Die Mini-Metro von Perugia; die eigentlich eine Seilbahn ist.

Bar Albaia am Lago Trasimeno

Umbrien 2024 Tag 21: Isola Maggiore

Die „Isola Maggiore“, (Einwohnerzahl 2016: 16) steht heute auf unserem Programm. Wir setzen mit der Personenfähre von Passignano über. Wir laufen einmal um die Insel und schlendern in aller Ruhe durch die Gassen.

Unsere Route

Gesamtstrecke: 17195 m
Maximale Höhe: 312 m
Minimale Höhe: 257 m
Gesamtanstieg: 181 m
Gesamtabstieg: -175 m
Download file: unbrien_isolamaggiore_20240530.gpx

Unser Ausgangspunkt: Passignano

Umbrien 2024 Tag 20: Castiglione del Lago

Da wir unsere etwas müden Wanderknochen mal entlasten wollen, geht es heute zum Sightseeing nach „Castiglione del Lago“. Wir fahren einmal um den halben See herum, und stellen fest, dass es hier schon deutlich touristischer wird. In der niedlichen Altstadt ist gerade Markt und auch in den Gassen herrscht umfangreiches Treiben. Überwiegend hören wir hier deutsche Töne. Wir besuchen den etwas heruntergekommenen „Palazzo della Corgna“, in dem sich einige Fresken aus dem 16. Jahrhundert befinden und aktuell eine Ausstellung mit Skulpturen von Sergio Monari. Ein Tunnelweg führt dann weiter zur „Rocca del Leone“, einer mittelalterlichen Burg, von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf den „Lago Trasimeno“ haben.

Unsere Route

Gesamtstrecke: 4899 m
Maximale Höhe: 334 m
Minimale Höhe: 264 m
Gesamtanstieg: 131 m
Gesamtabstieg: -124 m
Download file: umbrien_Castiglione_20240529.gpx