Bunkerrunde bei Ouddorp

Die Bunkerrunde bei Ouddorp führt durch die Dünen rund um den Bunkerkomplex De Punt und verbindet Naturerlebnis mit einem spannenden Einblick in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Hier ist ein weitgehend erhaltenes Ensemble von rund 15 Bunkern zu sehen, das einst Teil des deutschen Atlantikwalls war. Die Anlagen sollten insbesondere den strategisch wichtigen Zugang zu den Gewässern zwischen Goeree und Schouwen gegen eine mögliche alliierte Landung schützen. 

Nach dem Krieg verschwanden viele der Bauwerke unter Sand, Dünenbewuchs und Brombeersträuchern und gerieten für Jahrzehnte weitgehend in Vergessenheit. Ehrenamtliche der Stiftung WO2GO legten zahlreiche Bunker später wieder frei und machten sie über einen Wanderweg zugänglich. Heute führt die gut ausgeschilderte Route über sandige Wege von Anlage zu Anlage, wobei Informationstafeln die ursprüngliche Funktion der einzelnen Bunker erläutern. Einige der Bauwerke können sogar betreten werden und vermitteln einen besonders anschaulichen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen die Soldaten hier einst untergebracht waren. 

Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen den massiven Betonbauten und der ruhigen, inzwischen wieder von der Natur geprägten Dünenlandschaft. Wer noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann zusätzlich eine Augmented-Reality-Tour nutzen, die historische Informationen und Bilder auf dem Smartphone einblendet. So ist die Bunkerrunde bei Ouddorp nicht nur eine schöne kleine Wanderung, sondern zugleich eine eindrucksvolle Begegnung mit den Spuren des Atlantikwalls an der niederländischen Nordseeküste.