Schloss Tiefurt

Das Schloss Tiefurt liegt idyllisch an der Ilm, etwa vier Kilometer nordöstlich von Weimar. Es entstand 1765 als Pächterhaus eines herzoglichen Kammergutes und wurde später zu einem kleinen Landschlösschen ausgebaut.

Ab 1776 lebte hier Prinz Friedrich Ferdinand Constantin gemeinsam mit seinem Erzieher Karl Ludwig von Knebel. In dieser Zeit begann auch die Gestaltung des umliegenden Geländes zu einem englischen Landschaftspark.

1781 machte Herzogin Anna Amalia Tiefurt zu ihrem Sommersitz. Unter ihr entwickelte sich das Schloss zu einem Treffpunkt für Künstler und Gelehrte wie Goethe, Herder, Wieland und Schiller.

1806 wurde das Schloss von französischen Truppen geplündert. Nach Anna Amalias Tod im Jahr 1807 verlor Tiefurt zunächst an Bedeutung, wurde später jedoch wieder restauriert.

1907 wurde Schloss Tiefurt als Museum eröffnet. Heute gehören Schloss und Park zum UNESCO-Welterbe Klassisches Weimar und erinnern an die kulturelle Blütezeit der Weimarer Klassik.

Schloss Kromsdorf

Schloss Kromsdorf bei Weimar ist ein reizvolles Renaissance- und Barockschloss, das ursprünglich im 16. Jahrhundert entstand und später mehrfach erweitert und umgestaltet wurde. Besonders bekannt ist die Anlage für ihren weitläufigen Schlosspark und die außergewöhnliche Mauer mit zahlreichen steinernen Porträtbüsten bedeutender Persönlichkeiten.

Im Laufe seiner Geschichte diente Schloss Kromsdorf verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz und wurde immer wieder dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst. Heute gehört das Schlossensemble zu den sehenswerten historischen Anlagen im Weimarer Land und verbindet Architektur, Gartenkunst und Kulturgeschichte auf besondere Weise.