Holland: Tag 4 Weiter nach Texel

Gemütliches Frühstück in Berkhout, im Anschluss kleine Wartung des Wohnmobils und dann Abfahrt in Richtung Texel. Das Wetter ist heute deutlich besser; kein Regen und hin- und wieder Sonne.

Der Campingplatz t‘ Venhop ist sehr schön angelegt, allerdings für große Wohnmobile eher ungeeignet. Die Wege und vor allem die Kurven sind sehr eng. Hin- und wegkommen ist mit viel Rangiererei verbunden und Bedarf auch einiges an Geschick.

Gegen 11.45 Uhr sind wir in Den Helder angekommen und warteten auf die nächste Fähre nach Texel deren Abfahrt für 12.30 Uhr geplant war.

Zuvor haben wir in Den Helder zweimal den Hafen umrundet, da der Zugang zur Fähre nicht eindeutig gekennzeichnet war und uns zudem das Navi fehlgeleitet hatte. Im zweiten Anlauf klappte dann die Zufahrt zur Fähre.

Wartenschlange zur Fähre

Überfahrt nach Texel…

…und erste Fotos von der Insel und unseren Spaziergängen.

Holland: Tag 4 Das Wohnmobil

RIMOR 769 P

Heute an Tag 4 ein Zwischenfazit zum Wohnmobil. Es handelt sich um das Modell 769P des Herstellers RIMOR. Das Fahrzeug wurde Ende März 2019 zugelassen und ist damit erst gut sechs Monate alt!

Der Bedienkomfort ist gewöhnungsbedürftig. Zwei Beispiele:

Die Bedienung der Rollos und des Mückenschutzes an den Fenstern ist nur etwas für Leute die ordentlich zupacken können. Das Rollo wird von unten nach oben geschlossen, ist durch die verbaute Feder extrem schwergängig. Außerdem muss man, um die Arretierung zu lösen, zwei links uns rechts angebrachte Drückknöpfe gleichzeitig bedienen (drücken) und dabei zeitgleich dem hohen Druck des Rollos standhalten. In jedem Fall spart man sich dadurch den Besuch im Fitness-Studio.

Im gesamten Fahrzeug gibt es zwei Steckdosen. Eine im Bad und eine an der Küchenzeile. Beide sind so ungünstig platziert, dass man zumindest Geräte, wie ein Mobiltelefon, dort nicht aufladen kann. Einzig eine 12V-Steckdose in der Nähe einer Ablage ist brauchbar; zumindest wenn man einen USB-Adapter zur Verfügung hat.

Die Verschlüsse der Heckgarage sind so konstruiert, dass die Türen sich nicht mehr öffnen lassen, wenn Staugut während der Fahrt auch nur leicht verrutscht und sich vor die Verriegelung schiebt. Gut das es zwei Heckgaragentüren gibt.

Die Verarbeitungsqualität lässt zu wünschen übrig. Auch hier einige Beispiele:

Furnierleisten lösen sich ab und zwar im Übergang vom Fahrerraum zum Innenraum oder auch an der Stirnseite des Tisches. Am Tisch hat bereits der Vormieter oder evtl. auch der Vermieter die Leiste mit Tesafilm fixiert.

Die Eingangstür hat im geschlossenen Zustand extrem viel Spiel. Die Tür lässt sich häufig von Außen nicht öffnen, sie klemmt. Wir waren mehrfach gezwungen das Wohnmobil über eine der beiden Fahrzeugtüren zu betreten.

Die Halter der Vorhänge im Fahrerraum sind extrem ausgefranst. Die Druckknöpfe sind kaum bedienbar, weil kein Stoff mehr da ist, den man anfassen könnte.

Im Fahrzeug sind LED-Leuchten und LED-Leisten verbaut. Beide lassen sich dimmen. Die LED-Leisten allerdings beginnen sofort an zu flackern, sobald man sie dimmt. Nicht zu gebrauchen.

Zu guter letzt gibt es diverse Mängel am Fahrzeug:

Der Frischwassertank hat ein Leck. Jedesmal, wenn das Fahrzeug bewegt wird, läuft Wasser unter der Sitzgruppe in den Innenraum des Fahrzeugs bis an den Rand der Fahrerkabine. Bedeutet, dass man bei jedem Stopp erst einmal das Wasser wegwischen muss, um es nicht im ganzen Fahrzeug zu verteilen.

Die Wasserpumpe, einmal eingeschaltet, gibt in regelmäßigen Abständen (ca. einmal pro Minute) laute Geräusche von sich. Sie scheint für den Bruchteil einer Sekunde anzulaufen. Uns bliebt nicht anderes übrig, als sie zumindest Nachts abzuschalten. Seit kurzem wechselt der Schalter für die Wasserpumpe ebenfalls in regelmäßigen Abständen die Farbe von blau kurzzeitig nach rot und wieder zurück. Ein letztes Aufbäumen kurz vor dem Exitus.

Das Bedienpanel für Strom, Wasser und die Statusanzeige hängt halb aus dem Schrank, ist nicht fest montiert und entsprechend schlecht zu bedienen.

Unser Fazit: Das erste und das letzte Mal ein Wohnmobil der Marke RIMOR. Auch bei kuki-mobile werden wir nicht wieder mieten. Ein Teil der hier beschriebenen Mängel hätte auffallen und behoben werden müssen, bevor das Fahrzeug erneut vermietet wird.

Holland: Tag 3 Enkhuizen

Der heutige Tag bringt laut Wettervorhersage Sonne und relativ angenehme Temperaturen. Wir nutzen den ersten Teil des Tages in Enkhuizen für eine kleine ‚Fotosafari‘ bevor wir uns im Anschluss in Richtung Berkhout (bei Hoorn) auf den Weg machen.


Gegen Mittag Ankunft in Berkhout auf dem Campingplatz ´t Venhop.

Kleine Wanderung im Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes. Der Weg führt bis zum Markermeer.

Holland: Tag 1 Ouddorp

Nach einer streßfreien Anreise in weniger als vier Stunden sind wir in Ouddorp angekommen.

Hier ist derzeit „die Hölle los“. Der Ort ist, wahrscheinlich wegen des Feiertags in Deutschland, total überlaufen.

Ein eigentlicher kurzer Abstecher in den Ort zum Einkaufen, hat uns wegen der Parkplatzsuche fast eineinhalb Stunden „gekostet“. Es gab kaum freie Parkplätze und das fast 8 Meter lange Wohnmobil hat das ganze nicht gerade einfacher gemacht.

Nach dem dieser Pflichtteil dann erledigt war, sind wir in die uns schon bekannte „Strandbude“ Paal 10 gewandert und haben uns dort Fish & Chips und ein Bier gegönnt.